Akupunktur gegen Burnout

mit Akupunktur erfolgreich gegen Burnout

Akupunktur gegen Burnout

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In der heutigen Arbeitswelt – und nicht nur da – steigen die Belastungen an jeden Einzelnen stark an.

Damit sind auch Zivilisationskrankheiten auf dem Vormarsch, die sich vor allem durch psychische Belastungen auf den Organismus ausdrücken.

An erster Stelle der Erkrankungen, die dies betreffen, steht Burnout. Doch auch hier kann mit einer gezielten Akupunkturtherapie in Kombination mit einem diätischen Ansatz und weiteren Entspannungstechniken ein guter Behandlungs- bzw. Heilungserfolg erzielt werden.

Unterschiedliche Stadien eines Burnouts gezielt therapieren

Die Traditionelle Chinesische Medizin sieht das Burnout Syndrom als Störung der Organe Herz und Leber, vor allem aber als eine Erschöpfung der sogenannten Nieren-Energie an.

Damit lassen sich auch die meisten organischen Symptome gut erklären. Denn gerade am Anfangsstadium einer Burnout Erkrankung kommt es beim Betroffenen oft zu Magen-Darm-Problemen wie akutem Durchfall, aber auch Verstopfung oder Magenschmerzen und Sodbrennen.

Weiters leidet er oft unter Atembeschwerden wie Luftnot und Kreislaufbeschwerden, aber auch Bluthochdruck und vermehrtes Herzrasen. Damit in Zusammenhang können Verspannungen im Rückenbereich auftreten, aber auch migräneartige Kopfschmerzen und Schlafstörungen auftreten. Viele Burnout Patienten leiden auch unter Tinnitus und Schwindel bzw. Augenproblemen.

Das alles sind Symptome, die die Traditionelle Chinesische Medizin dem Lebermeridian bzw. einer Schwächung des Organs Leber zuordnet.

Und ist die Leber aus dem Gleichgewicht, kommt es zu weiteren erheblichen Beeinträchtigungen. Immerhin gilt als Aufgabe dieses Organs für einen freien Fluss der Lebensenergie, also des Qi, im Körper zu sorgen. Ist dies länger nicht möglich, kommt es zur Verausgabung sämtlicher im Körper vorhandener Ressourcen und damit zu einer Erschöpfung.

Neben einer Akupunktur, die über einen längeren Zeitraum an den betreffenden Akupunkturpunkten statt finden sollte, kann der Betroffene auch viel selbst zur Heilung bzw. zur Wiederherstellung des Gesundheitszustandes beitragen. Die wichtigsten Schritte um sich erfolgreich von Burnout zu therapieren können kurz so zusammen gefasst werden:

  • Regulierung der individuellen Lebensweise
    Sich selbst und dem Körper Pausen gönnen
    Regelmäßige Bewegung, aber auch Ausdauersport machen, doch nicht leistungs- sondern zeitorientiert
    Ernährungsumstellung auf leichte Kost, Verzicht auf Rohkost, wenig Zucker, keine Milchprodukte

Behandlung von Burnout mittels Akupunktur bzw. TCM

Wer sich mit Burnout-Symptomen in die Hände erfahrener Therapeuten begibt, die noch dazu Kenntnisse der ganzheitlichen TCM besitzen, vermeidet oft belastende medikamentöse Verabreichungen. Der Vorteil einer Behandlung mittels chinesischer Medizin liegt dabei auf der Hand, denn es geht bei einer Burnout Therapie nicht nur darum, die unmittelbaren Beschwerden zu lindern, sondern auch deren seelische Ursachen zu hinterfragen.

Gerade da eine ganzheitliche Behandlung mit Akupunktur und TCM nicht als reine Gesprächstherapie abläuft, sondern äußerst körperorientiert arbeitet, ist die Chance auf komplette Genesung sehr groß. Je nach Phase der Burnout Symptome kommen unterschiedliche Heilmethoden zum Einsatz.

Phase 1 – Überaktivität bis hin zu emotionaler Erschöpfung

Während dieser Phase sind vor allem Ruhepausen und ausreichend Schlaf für den Betroffenen enorm wichtig. Die Akupunkturbehandlung steht in diesem Behandlungsschritt an erster Stelle und sollte mindestens einmal wöchentlich erfolgen. Ziel dabei ist es, das überschüssige Yang zu senken. Begleitend zur Nadelung während der Sitzung können hier auch winzige Dauernadeln direkt in die Ohrmuschel gesetzt werden.

Als zweite Maßnahme in dieser Phase der Erkrankung steht eine Tuina-Behandlung, während der die verspannten Bereiche in Muskulatur und bei den Sehnen wieder gelöst werden. Damit wird der Fluss des Qi entsprechend harmonisiert. Da die Therapiesitzungen hier sehr entspannend wirken, kann es vorkommen, dass Betroffene direkt während dessen einschlafen.

Phase 2 – Angst, Rückzugstendenzen, seelische Anspannung und manifeste depressive Stimmungen

In dieser Phase einer Burnout Erkrankung nehmen die psychischen Aspekte zu und sollten als wichtiger Bestandteil einer Therapie in den Focus rücken. Dazu wird die Akupunktur am besten mit einer individuellen Kräutertherapie verbunden. Die Nadeltherapie soll hier vor allem entspannend wirken und dazu beitragen, dass der Betroffene sein inneres Gleichgewicht wieder findet.

Phase 3 – verminderte Leistungsfähigkeit und zunehmender Rückzug, Depression

Nun geht es darum, neben der seelischen Stabilisierung auch die Energiereserven wieder aufzufüllen. Dies kann zum Einen durch gezielte Akupunktur geschehen, aber auch durch individuelle Strategien zu einem persönlich angepassten Ernährungsstil. Immerhin gilt in der Traditionellen Chinesischen Medizin das tägliche Essen als wichtigster Energiequelle.