Akupunktur gegen Rauchen

Akupunktur zur Raucherentwöhnung

 

Akupunktur gegen Rauchen

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Eigentlich ist es ja nichts Neues, die meisten Raucher fassen mindestens einmal den Entschluss mit ihrem Laster aufzuhören.

Doch auch wenn der Rauchstopp gelingt, dauert es meist nicht lange und die typischen Entzugserscheinungen wie Nervosität, Reizbarkeit und Unruhe aber auch Heißhunger und sogar Schlafstörungen lassen die besten Vorsätze schnell wieder der Vergangenheit angehören.

Hier kann Akupunktur als begleitende Maßnahme durchaus erfolgreich sein, um eine langfristige Raucherentwöhnung zu gewährleisten.

Als Hauptziel der Therapiemaßnahme gilt es vor alle, Entspannung zu bringen und die Entzugserscheinungen entsprechend zu lindern. Damit ist der Entzug besser abgesichert und Rückfälle passieren weniger schnell.

Akupunktur setzt auf traditionelle Wirkung
Bereits seit einigen Jahren wird die Akupunktur neben der Bekämpfung von Problemen mit den Verdauungs- oder Atmungsorganen auch zur Suchtbewältigung eingesetzt. Dabei geht es sowohl um körperliche als auch psychische Abhängigkeiten, die eindeutig verbessert werden können. Die Wirkungsweise ist schnell erklärt, denn die feinen Nadeln beruhigen und stimulieren wechselweise bestimmte Punkte am Körper, was sich letztendlich positiv auf die Nerven und die entsprechenden Organe auswirkt.

Wird die Akupunktur zur Raucherentwöhnung umgesetzt, so werden feine Nadeln vor allem in die Ohrläppchen der Patienten gestochen. Dabei sind die Nadeln so fein, dass sie der betreffende gar nicht oder nur kaum spürt, sogar Dauernadeln, die bis zu einer Woche in der Haut des zukünftigen Ex-Rauchers bleiben, sind kaum als störend wahr zu nehmen. Je nach Bedarf werden die Nadeln manuell oder elektrisch stimuliert, womit die individuelle Wirkung auf die einzelnen Organe zusätzlich verstärkt wird. Neuerdings wird neben der traditionellen Nadeltherapie auch gerne die Laser-Akupunktur angewandt, die vor allem bei denjenigen gut wirkt, die Probleme mit den Nadeln oder Angst davor haben.

Die Nadeln bzw. der Lasterstrahl stimulieren nun also die Punkte, die sich wiederum auf die entsprechenden Organe und Nerven auswirken und zum Beispiel Heißhunger stoppen. Dies funktioniert dahingehend, dass der Magen beruhigt wird und die Nerven entspannt werden. Durch die Wirkung auf den Magen tritt das zusätzliche Phänomen ein, dass eine Gewichtszunahme durch den Rauchstopp erfolgreich verhindert werden kann. Dieses Vorurteil, nach dem Rauchen an Gewicht zuzunehmen, gilt also nicht mehr, womit für viele Raucher auch kein Grund mehr gegeben ist, es nicht einmal mit dem Entzug zu versuchen.

Die Wirkung der Akupunktur ist ganzheitlich
Neben den bereits genannten Effekten senkt Akupunktur allgemein das Suchtempfinden und damit die Intensität des Verlangens. Wer mit der Nadeltherapie also das Rauchen ablegt, wirkt generell entspannter und sein Körper fordert weniger Nikotin. Bald schon tritt ein Gewöhnungseffekt an den neuen – niedrigeren – Nikotinspiegel ein, der letztendlich zur Unabhängigkeit vom Glimmstengel führt.

Sehr interessant ist auch, wie die Akupunktur-Nadeln auf die Zunge wirken. Viele berichten, dass nach einer Akupunktur Sitzung ein pelziges Gefühl auf der Zungenoberfläche spürbar wird. Damit wird der Genuss der nächsten Zigarette als eher unangenehm empfunden. Diese Erfahrung merkt sich das Gehirn, was den Entschluss, zum Nichtraucher zu werden, zusätzlich verstärkt. Erfahrene Heilpraktiker sprechen davon, dass bereits drei bis sechs Anwendungen mit der Nadeltherapie ausreichen, um zum Nichtraucher zu werden.

Sonderform Laserakupunktur zur Raucherentwöhnung
Wer Probleme mit den Nadeln bei der Akupunktur hat, der kann die Weiterentwicklung dieser Therapie, nämlich die Laserakupunktur anwenden. Die Vorteile sind vielschichtig, unter anderem

gibt es keine Verletzungen der Haut
erfolgt kein Einstich
besteht keine Infektionsgefahr
treten keine Schmerzen auf
tritt die Wirkung sofort auf

Bei der Raucherentwöhnung mittels Laserakupunktur werden sechs Punkte am Ohr behandelt, die wie folgt bezeichnet werden:

Suchtpunkt
Frustrationspunkt
Aggressionspunkt
Lungenpunkt
Schmerzpunkt
Hungerpunkt (dient zur Dämpfung des Heißhungers)

Auf diese Punkte wird ein individuell definierter Laserstrahl gerichtet, der diese aktiviert und natürlich stimuliert. Vegetative Schwankungen werden somit stabilisiert und Entzugserscheinungen wie Gereiztheit, übermäßiges Schwitzen oder Nervosität entfallen. Zusätzlich macht es Sinn, den sogenannten Hungerpunkt zu behandeln, denn dieser dämpft etwaige zusätzliche Appetitgefühle, die in der ersten Phase der Raucherentwöhnung durchaus auftreten können.

Manche Laserakupunkturtherapien arbeiten unterstützend mit einer leichten Selbst-Hypnose, die die Willenskraft, mit dem Rauchen aufzuhören, definitiv stärkt. Bei Bedarf kann diese Maßnahme auch nach Beendigung der Akupunkturtherapie in Eigenregie nach Bedarf fortgesetzt werden.